Die J80 Weltmeisterschaft 2015 ist beendet und wir konnten mit einem fünften Platz abschließen – Unser bisher bestes Ergebnis, bei einer internationalen Meisterschaft. Die WM vor Kiel hat uns aufregende Wettfahrten und ein paar großartige Segeltage beschert.

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Im Großen und Ganzen war die Veranstaltung von Starkwind geprägt: An drei von vier Segeltagen knatterte es mit mehr als 20 Knoten, Böen knackten locker die 30 Knoten. Von den anderen beiden vorgesehenen Segeltagen fand der Eine bei Leichtwind statt und der Andere fiel komplett aus. Die Wettfahrtleitung musste die Flotte im Hafen behalten, als die Windgeschwindigkeiten auf neun Beaufort kletterten – einfach zu viel, für ein acht Meter langes Kielboot von anderthalb Tonnen.

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Von 56 gemeldeten Booten kämpften am Ende nur noch 49 um den Titel. Der erste Tag bei Starkwind hat für diverse Ausfälle gesorgt, auch wenn einige Teams es geschafft haben ihre Boote wieder zusammenzuflicken um in den folgenden Tagen wieder an den Start zu gehen. Es gab ein Boot, das gleich zweimal mit Mastbruch zu kämpfen hatte. Eric Brezellec, Skipper von einem der Topteams und einer der Favoriten, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen, als ein anderer Teilnehmer ihm vor dem Start der ersten Wettfahrt ein beachtliches Loch ins Boot rammte.

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Wir sind mit unserer Performance auf dem Wasser höchst zufrieden. Wir sind konstant vorne mitgesegelt, konnten uns nach schlechten Starts aus dem Gewühle im Pulk befreien, unser eigenes Ding segeln und uns wieder nach vorne arbeiten. Den einzigen Ausrutscher nach unten stellt eine Wettfahrt dar, deren Ergebnis wir zurückgezogen haben, da wir ansonsten herausprotestiert worden wären. In diesem Falle kein Problem, es war ohnehin unser schlechtestes Ergebnis und somit unser Streicher.

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Die ganze Woche über haben zwei spanische Teams den Parkour dominiert: Die Boote „Bribon-Movistar“ und „Hotel Princesa Yaiza“ lieferten sich einen harten Kampf um den Titel, den „Yaiza“ erst am letzten Tag für sich entscheiden konnte, nachdem „Bribon“ die vorigen Tage stets knapp geführt hatte. Bronze holten die französischen „Co-Pilotes“. Unsere Vereinskollegen von der „Diva“ schafften es auf den vierten Platz. Danach folgten wir, die französische „Dunkerque“ und „Pike“. Am Ende waren somit drei deutsche Boote in den Top-Ten vertreten. In Anbetracht der internationalen Leistungsdichte ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann!

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Nachdem wir unseren Fünften gebührend gefeiert haben, steht unser Schiff mittlerweile wieder fertig verpackt für die Autobahn an Land und wartet auf seinen nächsten Einsatz: Die dänische Meisterschaft in Kopenhagen.

Eure campaigner