Wie zu erwarten war heute mal wieder ordentlich was los auf der Förde. Aufgrund der Vorhersage hat die Wettfahrtleitung uns lieber in Hafennähe behalten und nicht zum Kieler Leuchtturm, nach draußen geschickt. Stattdessen wurde in der Strander Bucht gesegelt, die uns bei dieser Windrichtung und -Stärke ja dank MaiOR, Blau-Gelber Kanne und WetterWelt-Cup schon einigermaßen bekannt ist.

Da der Wind über den Tag stetig zunehmen sollte, wurde pünktlich eine Stunde früher als sonst gestartet. Wir starteten am Pin-End, kamen jedoch underpowered aus der Box, da wir von dem spanischen Boot H+M Hotels hochgestellt wurden. Um wieder in freien Wind zu kommen, gingen wir Anschlag auf die Rechte Seite, wo wir ordentlich Boote holten und uns eine gute Position am Luvfass sichern konnten. Auf dem Downwind fuhren wir in den Druck auf die linke Bahnseite und konnten weitere Boote einsammeln. Beim zweiten Upwind suchten wir den Druck auf der linken Seite, die sich leider als benachteiligt herausstellte. Durch eine frühe Halse nach dem Luvfass kamen wir in ordentlich Druck und feuerten unter Gennaker am Feld vorbei. Am Ende einer wechselhaften Wettfahrt stand ein neunter Platz. Gut gerettet. 11709782_1653052301584113_7749119851948959062_nZur letzten Wettfahrt hin hatte der Druck weiter zugenommen. Wir gingen bei null am Startschiff über die Linie und versuchten unser Glück auf der rechten Seite, hatten am Luvfass aber einige Boote vor uns. Auf dem Downwind konnten wir nicht richtig Gas geben, da wir einige Boote um uns herum hatten, an denen wir nicht vorbei kamen. Auf dem zweiten Upwind gingen wir wieder Anschlag rechte Seite, mussten uns aber hinter den Booten einsortieren, die sich über die Mitte ans Luvfass hochgearbeitet hatten. Downwind wieder rechte Bahnseite, nach einem Winddreher über die Layline gefahren, spitze Annährung ans Leefass und Kenterung – Eine Böe haute uns den Eimer aus dem Ruder und drückte uns platt aufs Wasser. Wir bekamen das Boot partout nicht mehr auf Kurs und mussten den Gennaker herunterlassen um das Boot wieder aufzurichten. Im Ziel hatten wir 14 Boote vor uns.

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Eine weitere Wettfahrt wurde in der Startphase abgebrochen, als der Wind auf bis zu 38 Knoten kletterte. Die Wettfahrtleitung schickte alle Boote rein und beendete damit den heutigen Wettfahrttag. Trotz schwieriger Bedingungen sind wir wieder einigermaßen konstant vorne mitgesegelt, konnten uns aus schwierigen Situationen befreien und haben alles heile gelassen. Andere hatten weniger Glück. Die Jungs von der Vivace hatten richtig Pech und haben sich den Ersatzmast runtergeholt, den sie sich am Montag organisiert hatten.

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Für morgen sind die Aussichten auf weitere Wettfahrten schlecht – es soll noch mehr blasen als heute. Insgesamt stehen wir jetzt mit 48 Punkten auf dem Fünften, die Diva sechs Punkte vor uns, also durchaus noch in Schlagweite. Drückt uns die Daumen, dass wir da noch was gedreht kriegen!

Eure campaigner