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WM 2015: Vorbereitungen

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Es ist soweit. Das Highlight unserer Segelsaison ist da. Die erste Wettfahrt der J80-WM 2015 wird am Montag angeschossen. 56 Boote werden vor Kiel um den Titel kämpfen, quasi ein Heimspiel.

Die Vorbereitungen laufen: Das Boot ist poliert, das Unterwasserschiff angeschliffen und versiegelt, das Gleistein-Tauwerk auf den letzten Stand gebracht. Auf dem Wasser bremst uns derzeit leider der Wind, bzw. dessen Abwesenheit aus. Sinnvolles Training fällt aufgrund von Flaute leider aus.

Heute wurden Boot und Crew gewogen. Boot schwer, Crew leicht, keine Probleme. Morgen gibt es mit dem Practice Race einen Vorgeschmack auf die kommenden Renntage, sofern der Wind mitspielt.

Eure campaigner

 

Kieler Woche 2015: Wenigstens kein Regen

Leider haben wir heute keine Chance bekommen unser Standing zu verbessern. Der letzte Tag der Kieler Woche ging ohne eine einzige Wettfahrt zu Ende.

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Wir waren heute früh dran und als erstes Boot auf der Bahn, um uns bei herrlichem Wind einzusegeln. Der Druck ging leider kontinuierlich herunter, sodass der Wettfahrtleitung zur Startzeit keine andere Wahl blieb als den rot-weißen Wimpel zu ziehen. Die Startverschiebung dauerte den ganzen Tag an, ohne Aussicht auf Wind. Nach mehreren Stunden des Wartens wurden wir schließlich in den Hafen geschickt.

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Damit bleibt es beim Punktestand von gestern Abend und Pike hat nach einer Serie ohne jeden Patzer die Kieler Woche gewonnen. Es folgen die Vereinskollegen von der Diva und dann wir.

Für uns war die Kieler Woche eine hervorragende Vorbereitung für die WM, zumal wir erstmals in dieser Saison unser Leichtwind Setup testen konnten. Dass das funktioniert, zeigen drei erste Plätze in sechs Rennen. Da die andere Hälfte der Wettfahrten eher mittelmäßig lief, hat es am Ende leider nicht für mehr gereicht. Das wichtigste ist, dass wir uns gut vorbereitet fühlen, was die WM betrifft. Erstes Race in 13 Tagen!

Eure campaigner

Kieler Woche 2015: Vorne, Hinten, Vorne

Heute sind wir drei Rennen vor Schilksee gesegelt, in denen wir das Feld zweimal von ganz Vorne und einmal von ganz Hinten gesehen haben.

Der Wetterbericht heute morgen ließ schon die Sorge aufkommen, dass mittags wieder Feierabend ist und der Wind einschläft. Diese Befürchtung hat sich am Ende doch nicht bewahrheitet.

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In der ersten Wettfahrt legten wir einen top Start hin, konnten als Erste das Luvfass runden, auf dem zweiten Upwind schließlich unsere engsten Verfolger abschütteln und das Ding nach Hause bringen.

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In Wettfahrt zwei war der Wind im Start extrem nach links gedreht und wir schafften die Layline zum Pinend nicht mehr. Als Resultat mussten wir hinter dem gesamten Starterfeld durchgehen. Auf dem ersten Upwind haben wir dann noch die falsche Seite mitgenommen und kamen als drittletztes Boot an der Luvtonne an. Im weiteren Verlauf des Rennens konnten wir uns dann noch berappeln und uns auf den Siebten vorarbeiten.

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Im letzten Rennen war die linke Seite der Startlinie wieder extrem bevorteilt. Diesmal starteten wir mit Wind von Backbord und ohne Vorfahrt ganz am Pinend. Der Plan ging auf: Wir hatten die Nase so weit vorne, dass wir vor dem ganzen Startfeld langgesegelt sind. Die Führung gaben wir das ganze Rennen nicht mehr auf und holten so noch einen Ersten.

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Der Wind hatte über den gesamten Tag abgenommen und zum Ende des letzten Rennens um 90° gedreht. Nach einem Schauer ging der Druck schließlich ganz runter und die Boote in den Hafen. Die Tour in die Strander Bucht ging dank potentem Schleppfahrzeug ziemlich fix.

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Morgen kein Start mehr nach 16 Uhr. Es sind also noch ein paar Rennen möglich und punktemäßig alles drinnen.

Eure campaigner

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Kieler Woche 2015: Satz mit X (nix mit Wind)

Um es kurz zu fassen: Heute wurde nicht gesegelt. Die Messwerte vom Kieler Leuchtturm lieferten zum Einen keinen Wind (aus diversen Himmelsrichtungen) und zum Anderen keinen Anlass den Hafen zu verlassen. Deja vu, das scheint bei der Kieler Woche häufiger vorkommen. Es bleibt somit bei dem Punktestand von gestern Abend.

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Gestern hatten wir einen traumhaften Segeltag und drei Wettfahrten auf Bahn Delta, neben dem Kieler Leuchtturm. Wind zwischen 10 und 14 Knoten, Sonnenschein und 24 Boote ließen das Seglerherz höher schlagen. Unsere Ergebnisse waren etwas inkonsistent: Mit Vier, Eins, Fünf, waren wir mal mehr, mal weniger weit Vorne. Hoffen wir mal, dass morgen mehr Wind ist.

Eure campaigner

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Kieler Woche is calling…

Tomorrow starts the Kieler Woche (Pre-Worlds) for the J80 fleet. The weather forecast predicts really “Norddeutsches Schietwetter” –  sunshine, rain,  11 to 15 degrees… we will  see.

DCIM100GOPRO

Thanks to our new supporter GOLDSAILING we are perfect equipped with brand new sails.

DCIM100GOPRO

stay tuned

eure

campaigner

WetterWelt-Cup 2015: Vorne wird’s eng!

Dieses Jahr scheint unter dem Starkwind-Stern zu stehen. Wie schon bei der MaiOR und Blau-Gelben Kanne, hat uns die Strander Bucht auch an diesem Wochenende wieder mit Windstärken jenseits der 20 kn beglückt. Das Schiff erstrahlt in neuer Segelgarderobe, zur Abwechslung mal von Gold Sailing.

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Am Samstag wurden drei Rennen gesegelt, wobei wir bei den Ergebnissen breit gestreut haben. In der ersten Wettfahrt reichte es für einen Vierten. Im zweiten Rennen konnten wir uns nach einem wilden Downwind-Ritt (auf dem wir gefühlt das halbe Feld überholt haben) an die Spitze setzen und gingen als Erster durchs Ziel. Im letzten Rennen fuhren wir auf dem letzten Downwind leider auf die falsche Seite (auf der wir gefühlt vom halben Feld überholt wurden) und gingen als fünftes Boot über die Linie. Am Ende des Tages standen wir mit zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei. Erster waren die Vereinskollegen von der Diva, blieb also in der Familie.

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Am Sonntag starteten wir mit neuem Rigg-Trimm in einen weiteren Starkwind-Tag, mit 18+ kn Druck in der Luft. In drei Wettfahrten sorgten wir auch hier wieder für Abwechslung in der Ergebnisliste: Mit einem Dritten und einem Sechsten lief die erste Wettfahrt ganz gut, während wir in der Zweiten unser bisher schlechtestes Ergebnis einfuhren. Im letzten Rennen hat es dann nochmal für einen Ersten gereicht (Dank vorbildlicher Downwind-Performance). Für Aufregung sorgte heute der Gennaker: Auf brenzligen, spitzen Kursen rauschte uns das große Segel dreimal, quasi aus heiterem Himmel, ins Wasser. Der Kite hat diese Stunts Gott sei Dank überstanden, das Fall müsste wohl mal ausgetauscht werden.

Für Überraschung sorgte am Ende der Blick auf die Ergebnisliste: Diva, Pike und wir lagen punktglich vorne. Die Anzahl zweiter Plätze entschied die Regatta am Ende für die Diva, während wir auf Rang Zwei landeten. Sorgt für Spannung!

Eure campaigner

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Blau-Gelbe Kanne 2015 – Gastspiel bei Starkwind

 

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Da unser Vorschiffsmann Maximilian Heidbrink sich letztes Wochenende im Eifer des Gefechts den Arm ausgekugelt hatte, musste für dieses Wochenende ein Ersatz-Segel-Hochreiß-Maschine her. Die üblichen Verdächtigen standen leider nicht zur Verfügung, sodass wir mal in völlig neuer Besetzung gesegelt sind. Und das gleich zweimal.

Tag 1

Den ersten Gastauftritt lieferte am Samstag Silke Otting, DHH-Mitglied, Teil der J80-Regatta-Sparte der Hanseatischen Yachtschule. Der Tag begann mit 15 kn Wind, wir segelten uns ein bisschen warm, spielten alle Manöver durch und los ging es.

Im ersten Rennen fuhren wir einen katastrophalen Start. Eingeklemmt am Startschiff, wurden wir beim Herumtreiben berührt und berührten, mussten Kringeln und fuhren eine Minute nach dem Rest über die Startlinie. Von da an begann eine wilde Aufholjagd, bei der wir uns auf den Dritten vorarbeiten konnten. Vor dem letzten Downwind verpatzten wir allerdings den Hoist des Gennakers und schleppten ihn stattdessen als Bremse durchs Wasser. Achter.

In den weiteren Rennen hatten wir mehr Glück. Der Wind hatte mittlerweile zugenommen und  wir mussten uns bei 20 kn Wind behaupten. Das lief schon etwas besser als im ersten Rennen, wir konnten zwei Dritte ersegeln, machten aber noch immer ein paar Patzer bei den Manövern. Im letzten Rennen haben wir dann noch einmal richtig angegriffen. In Böen bis 30 kn prügelten wir unser Schiff über den Parkour und sackten zur Feier des Tages einen Ersten ein. Damit lagen wir insgesamt auf dem Zweiten Platz, hinter der Pike.

Tag 2

Am Sonntag sollte es in frischer Besetzung noch einmal auf’s Wasser gehen. Unsere Ersatzleute waren beide terminlich etwas eng, sodass es diesmal mit Tjarks Bruder Mathes, der sonst auf der IMMAC unterwegs ist, nach draußen ging. Am Leuchtturm kachelte es mit 30 kn Wind, zunächst einmal Startverschiebung und Käffchen im Hotel Aqua. Dann entschied sich die Wettfahrtleitung doch rauszugehen, bei immer noch respektablem Druck um die 25 kn. Von den 29ern, die mit uns auf der Bahn waren, trauten sich nur noch drei Boote hinaus.

Vom Vortag etwas schlauer, ließen wir uns mehr Zeit mit den Manövern und zollten der Tatsache Respekt, dass wir in einer uneingespielten Crew unterwegs sind. Dieser konservative Ansatz zahlte sich aus. Im ersten Rennen erkämpften wir einen Zweiten, im letzten zum Abschluss nochmal einen Ersten. Damit lagen wir am Ende des Tages punktgleich mit der Vivace auf dem Ersten. Da wir zwei erste Plätze vorzuweisen hatten, die Vivace jedoch nur einen, gewannen wir den Stich und der Gesamtsieg ging an uns. Dritter wurde die Pike.

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Insgesamt ein tolles Segelwochenende, für dessen Ermöglichung wir uns sowohl bei unseren Sponsoren und der SK bedanken, wie auch bei Silke und Mathes, die kurzfristig für unseren gefallenen Helden Max eingesprungen sind!

Eure campaigner

Blau-Gelbe-Kanne: Neues Gleistein-Tauwerk, neue Crew, viel Wind!

Die Wettervorhersage sagt für dieses Wochenende nur eins- DRUCK!

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Dank der langjährigen Unterstützung durch unseren Tauwerkpartner Gleistein Ropes sind wir bestens mit innovativem und hochwertigen Tauwerk ausgestattet. Kurz gesagt: Bei Knattermann macht es mit Gleistein richtig Spaß unsere J80 mit über 20 Knoten über die Kieler Förde zu feuern!

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Morgen gibts hier mehr News.
Stay tuned!

Eure
campaigner

MaiOR 2015 – Akt 2 und 3

MaiOR 2015 – Akt 2 und 3

Es sollte ein aufregendes Wochenende werden. Sehr aufregend.

Der Anfang des traditionellen Auftaktes der J80 Regattasaison verlief jedoch durchaus einschläfernd. Die Mai Offshore Regatta ist dem campaign sailing team gut bekannt und als Regatta berüchtigt, vor allem weil immer ein Tag mit sehr viel Wind dabei ist und es meist recht kalt ist. Der erste Tag der MaiOR war jedoch ganz anders. Nach dem Kranen des Schiffes am Morgen des 1. Mai waren wir skeptisch ob überhaupt gesegelt werden kann. Der Wettfahrtleiter hat angekündigt so schnell wie möglich starten zu wollen bevor der Wind komplett zusammenbricht. Also zack raus zum Startgebiet zum Einsegeln. Anfangs bei noch durchaus segelbaren Konditionen. Die Bedingungen veränderten sich jedoch rapide zum Schlechten und nach einem schnellen Rechtsdreher verstarb der Wind vollständig. Angesichts der mageren Aussichten des Wetterberichtes hat die Wettfahrtleitung dann recht schnell zum Abbruch für den Tag geblasen, wie sich später herausstellte vielleicht etwas zu früh denn kaum hatten wir das Schiff abgebaut kam Wind auf. Egal, Haken dran, morgen weiter.

Der zweite Tag begann deutlich vielversprechender. Die Wettfahrtleitung hat gleich angekündigt mindestens vier Wettfahrten starten zu wollen. Angesichts der herausfordernden Bedingungen zu Anfang von Einigen durchaus eine zu bezweifelnde Ambition. Die erste Wettfahrt zur angekündigten Startzeit wurde gnadenlos, trotz 30° Linksdreher in der Vorstartphase angeschossen. Mit Wind von Steuerbord über die Linie zu kommen war fast unmöglich. Egal, auch damit muss man zurechtkommen. So blieb uns im ersten Rennen der Saison der zweite Platz vor unseren Kollegen der Diva. Gleich im zweiten Rennen zeigten die J80 Segler, dass sie heiß auf segeln waren, was im einem kollektiven Frühstart samt Wiederholung unter Black Flag mündete. Wir sind dennoch aggressiv gestartet und konnten hier einen dritten Platz heraussegeln. Im dritten Rennen war es dann endlich soweit, bei mittlerweile recht stabilen Windbedingungen ohne krasse Dreher oder plötzlicher Flaute in der Vorstartphase konnten wir die dritte Wettfahrt mit einem ersten Platz beenden. Es folgten zwei weitere Wettfahrten mit einem zweiten Platz und unserem bis dato schlechtestem Ergebnis, einem achten Platz. Nach fünf Wettfahrten fühlten wir uns dann schlussendlich auch als hätten wir etwas geleistet. Das Tagesergebnis konnte sich sehen lassen, mit 15 Punkten führten wir ganze 13 Punkte vor dem Zweitplatzierten, der Procedes Diva. Das Bier im Kreise der Vereinskollegen hatten wir uns redlich verdient.

Es folgte der letzte Akt und der Höhepunkt dieses dramatischen Wochenendes. Die Vorhersage versprach über den Tag zunehmenden Wind  bis 20 Knoten. Wir sind gut in die Wettfahrten gekommen und konnten Pike auf einem dramatischen letzten Downwind überholen und den Tag mit einem ersten Platz beginnen. Es folge die zweite Wettfahrt in der wir nicht fürchterlich gut von der Linie weg gekommen sind. Der Wind wurde zunehmend böig und wir rauschten den ersten Downwind herunter, als sich der Vorschiffsmann beim Bergen des Gennakers  die Schulter zerstörte. Das Rennen musste abgebrochen werden um den nun nutzlosen Vorschiffsmann an Land zu bringen. Es folgte der heroische Auftritt der übrigen drei verbliebenen campaigner die es geschafft haben bei mittlerweile deutlich auffrischendem Wind mit einem Crewmitglied weniger noch einen vierten (4.!) Platz zu ersegeln!! Die Konkurrenz erschrak, denn selbst in diesem Setup war die campaign auf dem Amwindkurs teilweise schneller als andere starke Teams – bei mittlerweile konstanten 20 Knoten Wind und deutlich stärkeren Böen. Nur der mittlerweile an Land die Situation beobachtende Vorschiffsmann musste den Kopf schütteln, denn der Gennaker ging am Lee-Gate schon deutlich früher runter als sonst, tststs.

Das Wochenende ging im Endeffekt mit erfreulichen 20 zu 26 aus – das campaign sailing team auf Platz 1 vor den Vereinskollegen Procedes Diva auf Platz 2. Die genauen Ergebnisse gibt’s hier.

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MaiOR 2015 – Erster Tag

MaiOR 2015 – Erster Tag

Der erste Tag der Mai Offshore Regatta 2015 empfing uns mit dem Versprechen von wenig Wind ab dem frühen Nachmittag. Die Wettfahrtleitung wollte also nicht später als geplant starten um zumindest eine Wettfahrt durchzubekommen bevor der Wind einschlafen sollte. Nach der Steuermannbesprechung also schnell raus aus dem Hafen um das Schiff einzustellen. SchnippSchnapp hat es sich der Wind anders überlegt und ist erst um 90° gedreht und dann gleich eingeschlafen.

Der Wettfahrtleiter hat sodann gleich AP aus seinem Sortiment gezogen und zum Lüften herausgehängt – Startverschiebung. Es folgten 1 Stunde umhertreiben, irgendein Boot hat Musik, jemand sitzt auf dem Knopf des Funkgerätes, ein Frustierter schreit “ANFANGEN”.  Es sollte alles nichts bringen, es kam kein Wind. Um 14 Uhr hat der Wettfahrtleiter den Tag beendet und alle in den Hafen geschickt.

Morgen ist ein neuer Tag, zumindest ist mehr Wind angesagt.

Cheerio, das campaign sailing team

FlauteFlaute Großsegel

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