Am letzten Wochenende haben wir an der dänischen Meisterschaft in Dragør teilgenommen und die war kurz aber intensiv! Im Süden der Øresundbrücke brachten die Dänen innerhalb von zwei Tagen stattliche zehn Wettfahrten über die Bahn, aus denen wir als Gesamtsieger hervorgingen. Mit uns gingen 17 Boote an den Start, wobei es für die 16 Dänen um den Titel “Dänischer Meister” ging. An beiden Wettfahrttagen herrschte mehr oder weniger Sonnenschein und Wind zwischen 10 – 16 kn. Bei “normaler” Windstärke zu segeln war mal etwas völlig neues in dieser Saison, in der wir bisher fast ausschließlich bei Druck jenseits der 20 kn unterwegs waren.

65a18f5dac

Schon im ersten Rennen zeigte sich, dass wir etwas von unserer Form von der WM behalten hatten. Nach einem Start-Ziel Sieg mit komfortablem Vorsprung hatten wir gut vorgelegt. Ganz so einfach wollten die Dänen es uns dann aber nicht machen, durch einen verpatzten Start wurde es im nächsten Rennen nur ein Dritter. Schlechter wurde es dann aber auch nicht mehr, den Dritten konnten wir am Ende des ersten Tages streichen und lagen in Führung. Der zweite Wettfahrttag verlief ähnlich, abgesehen von einem Rennen in dem wir drittes Boot waren, gingen wir stets als erster durchs Ziel. Damit hatten wir den Gesamtsieg in der Tasche. Dänischer Meister wurden “die Spanier”, so genannt aufgrund ihrer spanischen Segelnummer, bei denen es sich um ein Newcomer Team um Per Braad handelt. Drittes Boot waren alte Bekannte von den deutschen Regatten, die Jungs von Blue Water Shipping aus Sønderborg.

Unbenannt

Die Teilnahme an Veranstaltungen wie der dänischen Meisterschaft ist vorab immer mit Unsicherheit verbunden. Lohnt es sich wirklich für zwei Segeltage das Boot abzubauen, einzupacken, aufzubauen, zu Segeln und dann das Gleiche nochmal rückwärts? In diesem Falle ein klares Ja! Die dänische Meisterschaft war nicht nur auf dem Wasser hervorragend organisiert, mit einer Wettfahrtleitung die es geschafft hat, jeden Tag fünf faire Rennen segeln zu lassen. Auch an Land haben die Dänen einen geselligen Rahmen geschaffen, den wir aus Deutschland so nicht kennen. Morgens frühstückten alle gemeinsam im Club, nach dem Segeln schmiss eine dänische Crew Freibier und am Samstag Abend gab es ein Dinner mit reichem Buffet – es herrschte eine entspannte, gesellige Atmosphäre und Gastfreundschaft. Also von unserer Seite: Jederzeit wieder!

DSC_0076 3

 

Die dänische Meisterschaft war leider auch die vorerst letzte Veranstaltung in unserer diesjährigen WM-Besetzung, da die Gebrüder Schwebe in die große weite Welt hinausziehen. Tjark zieht es für sein Studium nach Norwegen, Mathes nach Südkorea. Schade Jungs, hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Eure campaigner